Diversity und die Bundeswehr eine kritische Auseinandersetzung

Rund um Diversity Tag, der am 18.5 ist flutete die Bundeswehr die Sozialen Medien mit einer, dummdreisten Kampagne. Unter anderem mit diesen Slogens.

WIR MARSCHIEREN AUCH QUEER BEET“

                                   oder

EINIGKEIT UND RECHT UND BARRIEREFREIHEIT“

Die Bundeswehr schreibt sehr allgemein über Diversity folgendes:

Diversität kennt viele Gesichter und soll uns dabei helfen, die Vielfalt der Menschen zu unterscheiden, anzuerkennen und bestehende Hürden abzubauen. Die Anerkennung dieser Vielfalt ist seit jeher in der Bundeswehr im Soldatengesetz verankert: Soldatinnen und Soldaten sind nach Eignung, Befähigung und Leistung ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Ethnie, Glauben, religiöse oder politische Anschauungen, Heimat oder Herkunft zu ernennen und zu verwenden. Gleiches gilt uneingeschränkt ebenso für eine Karriere in Zivil. Hier ist zudem auch ein Einstieg beim Arbeitgeber Bundeswehr für Personen mit Behinderungen möglich. Die Auswahl ist vielseitig und reicht von einer Einstellung als tarifbeschäftige Arbeitnehmerin bzw. tarifbeschäftigter Arbeitnehmer, über eine Ausbildung in einem von mehr als 40 Ausbildungsberufen bis hin zu einer Karriere in einer von drei Beamtenlaufbahnen“

Die Bundeswehr lobt sich in diesem Zitat meines Erachtens in einer Überheblichkeit, die schwer zu ertragen ist, selbst dafür, dass sie behinderte Menschen beschäftigt. So schreibt sie z.B, dass aktuell knapp 9.500 Menschen mit Schwerbehindertenausweis oder einem Gleichstellungsbescheides, bei der Bundeswehr beschäftigt sind. Darunter sind mehr als 1.300 Soldat*innen. Diese haben unter anderem durch Einsatzschädigungen oder Unfallfolgen Beeinträchtigungen. „Danke liebe Bundeswehr, dass du Leute, die bei dir schon beschäftigt waren und in Erfüllung ihrer „Arbeit“ als Soldat*innen verletzt wurden und Beeinträchtigungen davon trugen, nicht auch noch entlässt“. Im Ernst, sich dafür selbst zu feiern ist zynisch! Ob die Bundeswehr überhaupt die Mindestbeschäftigungsquote für behinderte Menschen unter Soldat*innen erfüllt, wird nicht gesagt. Stattdessen lobt sich die Bundeswehr aber selbst das sie die Quote unter Zivilbeschäftigten mit zehn Prozent übererfüllt. Wer ist denn bitte bei einer Armee zivil beschäftigt? Müssen ehrlicherweise nicht alle für die Bundeswehr arbeitenden, und dadurch deren Einsatzfähigkeit am Laufen haltenden, als Militärischbeschäftigte betrachtet werden?. Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber. Krieg, und dafür sind Armeen da, produziert Beeinträchtigungen und Barrieren und das vor allem bei der Zivilbevölkerung die von Kampfhandlungen betroffen ist. Kampfeinsätze ist auch verantwortlich für Spätfolgen. Für die Opfer von Krieg ist es unerheblich, ob die Pilot*innen von Kampfflugzeugen, IT-Personal zum Steuern von Kampfdrohnen oder die Fahrer*innen von Panzern behinderte oder nichtbehinderte Personen sind. Das heißt wir brauchen bei der Bundeswehr nicht mehr Barrierefreiheit. Konkret: wir brauchen keine Barrierefreien Kasernen und schon gar nicht barrierefreie Kampfflugzeuge und barrierefreie Panzer, auch nicht wenn sie ökologischer mit Strom betrieben werden auch dann nicht wenn dadurch eine zukünftige Bundesregierung unter Führung der Grünen ein besseres Gefühl bei Auslandseinsätzen hätte. Wir brauchen überhaupt keine Bundeswehr, Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe und mich auch ärgert, ist wie von behinderten Menschen, auch teils von Linken solche „Diversitykampagnen“ abgefeiert werden. Nur weil Diversity drauf steht.

Diversity

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