Am 12 März 2026 erschien „Narbenmädchen“ von Lilly Bogenberger bei dtv. Die Protagonistin in „Narbenmädchen“ ist die 15 Jährige Lara. Lara muss die nächsten vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Lara ist wegen selbstverletzendem Verhalten in die Klinik geschickt worden. Die Kur ist ihre letzte Chance vor der Psychiatrie. Dass sie ziemlich verrückt ist, wie sie selbst über sich sagt, sieht man laut eigener Aussage schon daran, dass sie Rasierklingen in die Klinik geschmuggelt hat, um sich weiter schneiden zu können. Das Buch beginnt mit einer Taxifahrt Laras von der Kurklinik in die Notaufnahme, um sich dort einen Schnitt versorgen zu lassen, den sie sich mit den in die Klinik geschmuggelten Klingen zugefügt hat. Nachdem sie versorgt wurde in der Notaufnahme, überlegt sie kurz abzuhauen, fährt dann aber doch in die Kurklinik zurück. In der Folge erleben wir als Leser*innen mit Laras Augen den Klinikalltag und hierbei vor allem die Dynamiken zwischen Lara und den anderen Jugendlichen in der Kurklinik. Diese Jugendlichen haben andere Problematiken, sie sind wegen Gewalt, Drogen, Suizidgedanken, Bulimie in Therapie. Lara fragt sich, wie man bei einer solchen Mischung aus Problemlagen therapiert werden soll. Lara lernt Neo und Finn kennen, der eine ist wegen Substanzmissbrauch, der andere wegen einem Selbstmordversuch in der Kurklinik. Die drei bilden bald ein Trio und “therapieren” sich dann auch selbst. Die Gedanken und Gefühle von Lara stehen klar im Zentrum der Erzählung von Narbenmädchen. Ob es Lara schafft, müsst ihr selbst herausfinden. Lara macht aber eine Entwicklung durch, was auch gut erzählt wird, trotzdem bin ich mit der Protagonistin nicht warm geworden, leider blieb sie immer irgendwie auf Distanz, es gibt leider keine Empfehlung für Narbenmädchen von mir.