Verkehrswende ein Mannifest von Carl Waßmuth und Winfried Wolf

Verkehrswende ein Manifest“ von Carl Waßmuth und Winfried Wolf ist ein Buch, bei dem ich erst beim Lesen den Gedanken hatte, eine Rezension für diesen Blog zu schreiben, denn als ich es zum Lesen in die Hand nahm, entdeckte ich, auf dem Cover unter anderem ein Rollstuhlsymbol. Das gab den Anreiz. Carl Waßmuth und Winfried Wolf machen bereits relativ zu Anfang deutlich, dass sie die Fixierung, auch vieler »fortschrittlicher Gruppen«, allein auf den Umbau der Autoindustrie in Richtung Elektroauto ablehnen, stattdessen sprechen sie sich dafür aus, andere Elemente, wie etwa den Fahrradverkehr oder den Fußverkehr, ebenso wie den ÖPNV, auszubauen.

Es wird von den Autoren dargestellt, dass der immer schneller wachsende Autoverkehr nicht in seiner Verbrennungsmotor Variante für sie die Problematik darstellt. Vielmehr kritisieren sie auch die Unfallgefahren, welche vom Autoverkehr ausgehen, bzw. den Flächenverbrauch, den der Autoverkehr erfordert.

Waßmuth und Wolf plädieren für eine »Strukturpolitik der Dezentralität«, die Förderung der nichtmotorisierten Mobilität und den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, die zum Nulltarif nutzbar  werden sollen. Sie fordern einen Stadtumbau der sich  von Fußgängern und Radfahrern orientiert. Hierbei erwähnen sie auch Nutzer*innen von Rollstühlen und Rollatoren.

E Roller sollen zwar so die Autoren  Teil der Verkehrswende sein, sollen aber stärker reguliert werden wo sie fahren dürfen und wo nicht.

Waßmuth und Wolf liefern eine fundierte Kritik der auf Individualverkehr aufgebauten Autogesellschaft. Die Autoren sprechen sich auch für ein drastisches Tempolimit aus und begründen das mit dem »Blutzoll«, den der Autoverkehr jährlich fordert: in der BRD 3000 Tote.

Im Kapitel zum Tempolimit erfahren die Leser*innen auch etwas, was für die meisten von ihnen neu sein dürfte, nämlich dass sich gegen, jede Vernunft, Teile von Bündnis 90/Die Grünen für eine Anhebung der Geschwindigkeitslimits ins Gespräch gebracht haben. Bündnis 90/Die Grünen schlagen dies allerdings ausschließlich für E-Autos vor.

Waßmuth und Wolf sprechen auch Probleme an die gelöst werden müssen, um eine attraktiven ÖPNV zubekommen, nämlich: Stopp der Privatisierung, Reaktivierung von Bahnstrecken und Ausbau des Bahnnetzes Innerstädtisch machen sie sich für die Straßenbahn stark. Ein weiterer Punkt ist die Fahrscheinlose Nutzung.des ÖPNV                 

Die größte Schwachstelle des Buches ist, dass kein Wort zur Barrierefreiheit im ÖPNV gesagt wird. Es wird weder auf die bestehenden Mängel noch auf die Erfordernisse und Möglichkeiten hingewiesen, welche zu realisieren wären, um den ÖPNV so barrierearm wie irgend möglich zu machen. Arbeit Inklusion statt Integration Sexualassistenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.