Die Deutsche Behindertenbewegung hat viel zu lange Hubert Hüppe, den seit dem 23.2.2025 Ex CDU Bundestagsabgeordneten, zu ihren Veranstaltungen eingeladen. Damit muss Schluss sein. Hubert Hüppe war Beauftragter für behinderte Menschen bei der Bundesregierung 2009-2013. Wegen seiner ablehnenden Haltung zu Werkstätten für behinderte Menschen, sein Eintreten gegen Sonderschulen und seine ablehnende Haltung zu Pränatal-Tests hat er einen sehr guten Stand in der Deutschen Behindertenbewegung.
Hubert Hüppe ist aber auch Mitglied bei den „Christen für das Leben“ in der CDU/CSU. Die „Christen für das Leben“ sind innerhalb der Unionsparteien diejenigen, die organisiert die Anliegen der sog. Lebensschutzbewegung vertreten. Hubert Hüppe war mehrfacher Teilnehmer bei dem sog. „Marsch für das Leben“, er hat dort auch schon gesprochen. Beim sog. „Marsch für das Leben“ treffen sich christliche Fundamentalist*innen, unterstützt durch reaktionäre, frauen- und queerfeindliche Gruppen. Auch offen rechte Kräfte wie die AfD oder andere Faschist*innen werden geduldet oder dürfen sogar reden, wie z.B. Beatrix von Storch.
Die Teilnehmer*innen, die sich selbst »Lebensschützer« nennen, fordern, dass Schwangerschaftsabbrüche strafbar werden und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eingeschränkt wird. Behinderte Menschen werden von den sog. Lebensschützern immer wieder instrumentalisiert und gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und anderen Menschen mit Uterus und anderen Queers in Stellung gebracht; ein Thema, mit dem behinderte Menschen geködert werden, ist Pränataldiagnostik, die vielen behinderten Menschen Angst macht. Ein so instrumentelles Verhältnis hat Hubert Hüppe nicht zu behinderten Menschen, seine Verbindung zur Behindertenbewegung hat eher familiäre Gründe; er hat einen behinderten Pflegesohn. Bundestagsabgeordneter war Hubert Hüppe von 1991 bis 2009, vom 16. August 2012 bis 2017 und erneut seit 2021; unter anderem stimmte er gegen die Gesetz, die mehr sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung bringen sollen.
Er stimmte gegen die Ehe für Alle.
Er stimmt gegen die Streichung des §219a.
Er stimmte gegen das Selbstbestimmungsgesetzt.
Er stimmte gegen ein Verbot von Gehsteig-Belästigungen.
Er stimmte sowohl am 29.als auch am 31.01.2025 zur Migrationspolitik mit der AFD. Es war das erste mal dass die CDU bewusst eine Mehrheit nur durch AfD Stimmen provozierte
Die Deutsche Behindertenbewegung sollte sich ihre Verbündeten aussuchen und dass sich in ihrem Umfeld Menschen aufhalten, die solche reaktionären Meinungen vertreten, wie sie die sog. Lebenschutzbewegung vertritt, macht sie als Bewegung für selbstbestimmtes Leben unglaubwürdig. Die nicht mehr Einladung von Hubert Hüppe als regelmäßigen Teilnehmer und Redner auf unseren Veranstaltungen ist überfällig. Ich denke dies schon seit Jahren, hatte es bisher aber noch nicht öffentlich geäußert, das muss ich mir vorwerfen lassen.