Hetze gegen italienische trans Frau vor und bei den Paralympics

Als erst zweite trans Athletin bei den Paralympics war Valentina Patrillo vor und während der Paralympics einer üblen transfeindlichen Kampagne ausgesetzt. So gab auch die Nazipostille “Junge Freiheit” vor, sich für die Rechte von behinderten Frauen einzusetzen. In Wirklichkeit geht es diesem Nazi-Drecksblatt aber nur um transfeindliche Hetze. Auch ein Großteil der bürgerlichen Presse beteiligte sich an dieser transfeindlichen Hetze, darunter auch das angeblich feministische Magazin „Emma“. Die Herausgeberin Alice Schwarzer nutzt jede Gelegenheit, um gegen trans Frauen zu hetzen. Auch J.K Rowling meldete sich zu Wort und bezeichnete Valentina Petrillo als Betrüger. Auch Para Sportler und Para Sportlerinnen beteiligten sich an der Hetze. Als erstes zu nennen wären da die Ex Para Sportler ARD Experte Heinrich Popow und der ZDF Experte Matthias Berg. https://www.sportschau.de/paralympics/valentina-petrillo-story-xx,video-paralympics-paris-petrillo-story-100.html
Auch ihre direkte Konkurrentin Kathrin Müller Rottgardt beteiligt sich an der Hetze, indem sie behauptete, dass trans Menschen alles dominierten . Sie war letztendlich schneller als Valentina Petrillo, schied aber auch im Halbfinale über 200m aus. Die Hetze war also mehr als unnötig. Auch Markus Rehm hat sich leider kritisch zum Start von Valentina Petrillo geäußert. Für mich waren das die am enttäuschendsten Einlassungen, denn  noch 2021 hatte er sich selbst gegen den diskriminierenden Akt gewehrt, ihn bei den Olympischen Spielen nicht starten zu lassen und versucht seinen Start bei Olympia einzuklagen; zu Recht, wie ich meine. Er hatte leider verloren.

Die Sportlichen Leistungen von Valentina Petrillo 

Valentina Petrillo startete über 200m und 400m

in der Klasse T12, einer der Klasse der Sehbeeinträchtigten.  T 12 ist eine der 3 Startklassen bei den Sehbeeinträchtigten je nach Sehrest  in T12 Starten sie ohne Guide

Leider schied sie in beiden Wettbewerben im Halbfinale aus.

Diskurs:

Was haben Valentina Petrillo und Markus Rehm gemeinsam? Beiden wird unterstellt, sie hätten einen Vorteil im Wettkampf. Bei Valentina Petrillo wird das von cis Menschen behauptet, weil sie trans ist. Leider auch von behinderten Menschen, darunter auch Para Sportler*innen. 

Markus Rehm bekommt den Vorwurf, er hätte einen Vorteil von nicht behinderten Menschen/Sportler*innen wegen seiner Prothese, die angeblich diesen Vorteil bringt. Die Vorwürfe an beide sind aus meiner Sicht unbegründet und reine Diskriminierung!

Was sich am Fall Valentina Petrillo auch zeigt, ist, dass die Behindertenbewegung  noch viel intersektionaler werden muss. Mir war der Aufschrei wegen der Hetze gegen Valentina Petrillo, die in diesem Fall wegen ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert wurde, viel zu leise.

 

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