Am 14.10.2025 erschien das erste Buch von Elisabeth Pape https://www.rowohlt-theaterverlag.de/autorin/elisabeth-pape-5171 “Halbe Portion” Als Leser*innen begleiten wir die Hauptprotagonistin durch ihren Alltag mit Essstörungen und Armut, wir erfahren auch, wie sie um ihre ADHS Diagnose kämpft. Die Protagonistin wächst als Tochter einer alleinerziehenden Mutter auf, ihre Mutter ist mit ihr aus der Ukraine nach Deutschland nach Berlin migriert. Ihre Mutter ist es auch, die seit der Kindheit einen unglaublichen Druck ausübt, was das Gewicht ihrer Tochter und ihr eigenes angeht. Der Druck der Mutter hat negative Auswirkungen, die Hauptprotagonistin verliert ihren gesunden Umgang mit Essen. Auch das Thema Armut ist seit der Kindheit Bestandteil des Lebens der Protagonistin.
Die Protagonistin arbeitet als selbstständige Schriftstellerin fürs Theater und hat einen Nebenjob im Kino und lebt zur Untermiete in einer Wohnung, deren Hauptmieter gerade nicht in Berlin ist. Sie lernt einen Mann kennen, sie beginnt zu daten, ob dies dazu beiträgt, aus dem Teufelskreis aus Armut und Essstörung auszubrechen. Oder doch nicht…
Die Protagonistin kündigt im Laufe des Buches ihren Nebenjob im Kino, und sie beschließt nicht mehr zu schreiben, dann erfährt sie, dass der Hauptmieter der Wohnung, in der sie gerade lebt, früher nach Berlin zurückkommt. Die Protagonistin bekommt nach langem Warten die Zusage der Krankenkasse für eine Therapie. Sie benötigt einen neuen Job und stürzt sich auf die Suche, ob sie Erfolg hat und ob sie wieder zum Schreiben findet …
Ein Großteil des Buches wechselt die Erzählung zwischen Alltag und Rückblicken in die Kindheit der Protagonistin hin und her, dies ändert sich erst auf den letzten 60 Seiten ab, dann bleibt die Handlung komplett in der Gegenwart.
Aus meiner Sicht hätte ein wenig mehr Erzählfluss, dem Buch gut getan, die zumeist sehr kurzen Kapitel abgebrochen wird, dem Buch gut getan, nur wenige Kapitel des Buches waren dafür nicht gerade förderlich nur wenige kapitel haben mehr als drei Seiten, es gibt aber auch einige Kapitel mit nur wenigen Zeilen das war leider nicht meins, aber inhaltlich und thematisch und vor allem durch seine intersektionale Verwobenheit ist der Roman Halbe Portion eine Empfehlung.