Inklusive Spielplätze jetzt Kommunen in die Pflicht nehmen !

In den meisten deutschen Bundesländern schreiben die Bauordnungen die Errichtung von Kinderspielplätzen in ihren Bebauungsplänen vor. So verlangt etwa die Bayerische Bauordnung dass bei der Errichtung von Gebäuden mit mehr als drei Wohnungen ein ausreichend großer Spielplatz anzulegen ist.  Das gilt immer dann wenn nicht bereits in der Nähe ein Spielplatz besteht (vgl. Art. 8 Abs. 1 BayBO). In diesen Bauordnungen ist auch festgelegt das Öffentliche und kommunale Spielplätze mindestens einmal pro Jahr auf ihre Tauglichkeit und Sicherheit zu überprüfen sind. Aufgrund dieser Tatsache dürfte es den Kommunen nicht entgangen sein dass die überwiegende Anzahl der Spielplätze nach wie vor nicht barrierefrei sind. Das hat zur Folge dass Kinder mit Beeinträchtigungen werden davon abgehalten im gemeinsamen Spiel mit nicht Beeinträchtigten Kindern Sozialverhalten zu erlernen. Im Umkehrschluss bedeutet dass aber auch nicht beeinträchtigten Kindern wird so die Möglichkeit genommen wird in ihrer Freizeit mit beeinträchtigten Kindern in Kontakt zukommen. Dadurch dass die überwiegende Anzahl der Spielplätze nicht barrierefrei sind  verstoßen die Kommunen gegen die UN Behindertenkonvention weil sie nicht das Recht auf Teilhabe aller gewährleisten. Es ist ein Armutszeugnis das es eine private von Unternehmen und/oder der Aktion Mensch getragene Initiative braucht um dieses Recht auf Teilhabe durch zu setzen weil der Staat versagt können sich Unternehmen wie REWE und Procter & Gamble in Kooperation mit Aktion Mensch damit profilieren für den Auf- und Ausbau inklusiver Spielplätze in ganz Deutschland zu sorgen so schreibt Aktion Mensch

„Bisher bieten nur rund acht Prozent aller Spielplätze bundesweit ein inklusives Spielerlebnis für alle Kinder. Mit dem Spendenprojekt „Stück zum Glück“ soll sich das ändern: Über einen Zeitraum von drei Jahren sammeln Aktion Mensch, P&G und REWE gemeinsam eine Million Euro. Damit werden deutschlandweit neue inklusive Spielplätze geschaffen und bereits bestehende Spielplätze für alle Kinder um- oder ausgebaut.“

„Mit der Aktion „Stück zum Glück“ leisten alle Kooperationspartner einen aktiven Beitrag zu mehr Inklusion. Denn wo Inklusion früh gelernt und gelebt wird, entstehen Barrieren im täglichen Umgang gar nicht erst.“ Insgesamt sind rund 40 inklusive Spielplatz-Projekte geplant. Der erste „Stück zum Glück“-Spielplatz wurde im Juni 2018 im Kölner Stadtteil Porz eröffnet. Inklusion ist eine Staatliche Aufgabe und darf nicht zum Charity Event verkommen.

Solche Initiativen  wie  „Stück zum Glück“ sind zwar für die betroffenen Kinder und deren Familien im Moment ein großes  Glück, gesamtgesellschaftlich betrachtet zieht sich aber die öffentliche Hand aus ihrer Verantwortung zurück, und das obwohl auch Eltern mit behinderten Kindern Steuern zahlen. und behinderte  Menschen  zu Steuerzahler*innen werden.

Arbeit Inklusion statt Integration Sexualassistenz

 

 

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