Behinderte Kinder und ihre Schulassistent*innen in der Coronapandemie

inklusiver Bildung

Während der Schulschließungen, die in den ersten Wochen der Coronapandemie angeordnet wurden, konnten  Schüler*innen die auf Schulassistent*innen angewiesen sind nicht mehr auf diese zurückgreifen.

Die Regelungen zu Schulassistent*innen besagten, dass diese den Schüler*innen nur in der Schule zur Verfügung stehen dürfen. Das hatte in vielen Kommunen zur Konsequenz, dass Eltern von Schüler*innen mit Assistenzbedarf  von heute auf morgen die Assistenz selbst übernehmen mussten das zeigt wir brauchen eine bundeseinheitliche Regelung die es Schulassistent*innen erlaubt auch beim Homeschooling zu assistieren denn nur dies garantiert Kindern mit Beeinträchtigung die gleichen Chancen auf einen schulischen Erfolg wie hten nichtbehinderten Freund*innen und genau das  fordert die UN-BRK  Eltern von Kindern unter 12 Jahren die wegen ihren Kindern zuhause bleiben müssen mussten dafür keinen Urlaub nehmen,  oder Überstunden abbauen egal ob ihre Kinder behindert sind oder nicht. Für Eltern von behinderten Kindern über 12 Jahren wurde dies am 17.4.2020  für ihre Kinder galt keine  Altersgrenze mehr.

Zur Kenntnis nehmen sollten dabei alle Verantwortlichen den Fakt, dass in Cuba, in einem Land welches seit 60 Jahren durch eine Wirtschaftsblockade der USA in seiner eigenständigen Entwicklung gehindert wird, Eltern, die wegen der Coronapandemie und der dadurch nötigen Schulschließungen ihre Grundschulkinder oder ihre Kinder mit Förderbedarf betreuen müssen im ersten Monat 100% und in allen nachfolgenden Monaten 60 % ihres Lohnes ausbezahlt bekommen und das von Anfang an. Wo ein politischer Wille ist gibt es also einen Weg in Deutschland musste dies erst  durch Protest der Eltern erkämpft werden .

Mittlerweile ist bekannt, dass bei Kindern und Jugendlichen aus sozial und ökonomisch benachteiligten Elternhäusern durch das Homeschooling erheblich benachteiligt wurden. Das sich Homeschooling bei behinderten Kindern und Jugendlichen noch deutlich schwieriger gestaltet, muss jedem Menschen, der sich mit dieser Thematik auseinandersetzt klar sein! Daher  ist es nicht nachvollziehbar, und deshalb auch nicht akzeptabel, dass die Kostenträger, welche für die Kosten der Assistenz zuständig sind, in dieser Situation nicht flexibler gehandelt haben und weiter Geld an die Firmen, welche die Assistenzleistungen erbracht haben , gezahlt haben. Dann nämlich hätten diese die Schulassistent*innen bei vollem Gehalt weiterbeschäftigen können und nicht entlassen oder auf Kurzarbeiter*innengeld setzen müssen.

Auch der Druck, der durch die Einstellung der Zahlungen an Eltern welche die Schulassistent*innen ihrer Kinder im Rahmen des Persönlichen Budget direkt angestellt haben entstanden ist, weil diese durch das politisch unbedachte Vorgehen ebenfalls gezwungen waren, für die Assistent*innen ihrer Kinder Kurzarbeiter*innengeld zu beantragen, um dann selbst das Homeschooling zu übernehmen, ist zu verurteilen! Wären die Gelder  von Anfang an weiter geflossen, hätten die Schulassistent*innen weiter arbeiten und den Schüler*innen beim Homeschooling assistieren können. im Laufe der Coronapandemie verbesserten immer mehr Gemeinden  den Zugang zu Schulassistent*innen im Homeschooling leider aber längst nicht alle

Es braucht also jetzt eine Bundeseinheitliche Regelung wie Homeschooling und Schulassistenz geregelt wird denn diese Situation darf sich nicht wiederholen.   Für Schüler*innen der sogenannten Risikogruppen muss Homeschooling mit Assistenz weiterhin möglich sein. 

 

 

4 Gedanken zu “Behinderte Kinder und ihre Schulassistent*innen in der Coronapandemie”

  1. Hallo! Das eine ist der Einsatz von Schulassistenzen, der nicht geregelt ist, sofern man überhaupt eine Assistenz abbekommen hat. Mein Sohn hatte Pech, bekam eine Kostenübernahme, aber keine Assistenz (Autismus). Dazu noch ein Herzfehler, mit dem er zu Corona-Zeiten nicht in die Schule gehen kann. Aber Prüfungen soll er laut niedersächsischem Kultusminsterium machen. Geht das aus gesundheitlichen Gründen nicht, Pech gehabt = Abgangs- statt Abschlusszeugnis.

    Das ist das eine Problem. Homeschooling und Assitenzen. Der Mindesabstand kann nicht eingehalten werden. Wer kommt für Hygienemittel auf. Was, wenn die Assistenz Corona in die Familie bringt? Was ist mit chronisch kranken Assistenzen? Diese Assistenzen werden miserabel bezahlt, machen aber einen sehr wichtigen Job. Müsste man denen, wenn sie dann jetzt noch nach Hause kommen nicht auch mal einen korrekten Aufschlag zahlen? Die haben normalerweise kein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Aber jetzt schon, wenn sie arbeiten können. Ist das alles noch korrekt?

    1. Hallo Beate warum bekam er keine Assistenz? Habt ihr ein Attest das er keine Prüfungen schreiben kann wegen Corona ?
      Ich würde einen Antrag aud Durchschnittsabschluss stellen (welchen Abschluss macht er ?) der die selbe Wertigkeit hat als wen er Prüfungen schreibt oder auf Mündliche Prüfungen via Skype wenn er das leisten kann. Das andere was ich mir vorstellen kann ist das ihm ein Nachschreibetermin angeboten wird
      Das er einfach Pech gehabt haben soll = Abgangs- statt Abschlusszeugnis kann ich mir nicht vorstellen dass das rechtens ist dagegen würde ich klagen!

      Der Mindesabstand kann bei Assistenz oft nicht eingehalten werden das ist richtig für Hygienemittel zum Schutz der Assistent*in muss meiner Ansicht nach der Assistenzdienst aufkommen. Was ist mit chronisch kranken Assistenzen? Die sollten als Risikogruppen lieber nicht Arbeiten und so weiter gezahlt werden
      Assistenzen werden miserabel bezahlt, ja !

  2. Stimmt, Assistenten werden echt schlecht bezahlt und leisten wichtige Arbeit dass muss baldiger geändert werden.Es haben auch viele die 2,5 jährige pädagogische Hochschule für diese Ausbildung absolviert, das wird gar nicht wertgeschätzt geschweige honoriert. Ich finde auch es sollte dem Lehrer Lohn nachkommen. Was täten die Beeinträchtigten ohne Assistenz, da muss Geld fließen, damit Assistenz gestellt werden kann und diese auch gute Bezahlung erhalten.

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